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Gruppentherapie



Gemeinsam fällt Veränderung oft leichter:
Was Gruppentherapie besonders wirksam macht

In der Gruppentherapie arbeiten mehrere Menschen gemeinsam an ihren persönlichen Themen. Dabei entstehen therapeutische Möglichkeiten, die in einer Einzeltherapie nicht in gleicher Weise umgesetzt werden können. Viele Teilnehmende erleben es als entlastend, mit ihren Schwierigkeiten nicht allein zu sein. Gleichzeitig können sie Unterstützung erhalten, eigene Erfahrungen weitergeben und von den Perspektiven der anderen Gruppenmitglieder profitieren.


Saskia Fährmann in einer Gruppentherapie in München

Neue Erfahrungen in einem geschützten Raum

Die Gruppe bietet einen geschützten Rahmen, um neue Sichtweisen kennenzulernen und Verhaltensweisen direkt auszuprobieren.

Übungen mit anderen Gruppenmitgliedern – beispielsweise das selbstsichere Setzen von Grenzen oder das Äußern eigener Bedürfnisse – sind häufig lebensnäher als Rollenspiele mit dem Therapeuten.

Rückmeldungen aus der Gruppe ermöglichen zudem einen ehrlichen und vielfältigen Blick auf das eigene Verhalten.

Die Gruppe auf einen Blick

10 Termine als gemeinsamer Prozess
100 Minuten pro Gruppensitzung
4 bis 9 Personen in einer festen Gruppe

Einzeln, in der Gruppe oder kombiniert

Gruppentherapie kann eine sinnvolle Ergänzung zur Einzeltherapie sein und beide Behandlungsformen können sich gegenseitig bereichern. Sie kann jedoch – nach einem persönlichen Kennenlernen und einer diagnostischen Abklärung im Einzelgespräch – auch eigenständig in Anspruch genommen werden.

Die Erfahrung, nicht allein zu sein:
Warum eine Gruppe so viel bewegen kann

In einer Gruppentherapie erleben Sie unmittelbar, dass auch andere Menschen mit ähnlichen Schwierigkeiten kämpfen. Dieses persönliche Erleben kann deutlich entlastender sein als die bloße Gewissheit, mit einem Problem nicht allein zu sein.

Gleichzeitig lernen Sie unterschiedliche Menschen und ihre Lösungswege kennen. So können Sie verschiedene Sichtweisen und Verhaltensweisen beobachten und herausfinden, was davon zu Ihnen und Ihrem Alltag passt.

Jede Gruppe widmet sich einem übergeordneten Thema, beispielsweise sozialen Kompetenzen, Stressbewältigung oder Einsamkeit.

Zu Beginn lernen sich die Teilnehmenden kennen und erhalten einen Überblick über die gemeinsamen Termine.

Die Sitzungen verbinden verständliche fachliche Impulse mit Austausch, persönlichen Erfahrungen und praktischen Übungen. Sie bestimmen dabei selbst, wie viel Sie von sich erzählen und wie schnell Sie sich öffnen möchten.

Auch Menschen, die anfangs eher zurückhaltend oder unsicher sind, können sich erfahrungsgemäß gut in einer festen Gruppe einfinden. Besonders ermutigend ist es, die Fortschritte anderer mitzuerleben, sich gemeinsam über Veränderungen zu freuen und einander zu stärken.

Gruppentherapie kann eine Einzeltherapie ergänzen, im Anschluss daran der Vertiefung dienen oder nach einem stationären Aufenthalt dabei helfen, das Erarbeitete nachhaltig in den Alltag zu übertragen.

Gruppentherapie
  • Nicht allein sein

    Erleben, dass andere ähnliche Schwierigkeiten haben, entlastet und schafft Verbindung.
  • Voneinander lernen

    Unterschiedliche Menschen und Lösungswege kennenlernen und neue Perspektiven gewinnen.
  • Gemeinsam wachsen

    Beobachten, was hilft, eigene Schritte wagen und das Passende für den Alltag mitnehmen.
Video

Gemeinsam erleben: Ich bin nicht allein

Wie eine Gruppe Halt geben, Verständnis schaffen und neue Erfahrungen ermöglichen kann
Spieldauer 3 Minuten
Sanfte Wellen als Symbol für Veränderung, Begleitung und den Namen Fährmann.



Sie wissen noch nicht, welche Gruppe zu Ihrer persönlichen Situation passt?

In einem Erstgespräch schauen wir gemeinsam auf Ihr Anliegen und klären, welches Gruppenangebot Sie bestmöglich unterstützen kann. So können Sie in Ruhe entscheiden, ob eine Gruppentherapie für Sie der passende nächste Schritt ist.


Allgemeine Fragen zur Gruppentherapie

Nein. Sie müssen sich nicht selbst für eines der Gruppenangebote entscheiden. In einem persönlichen Einzelgespräch klären wir zunächst, welche Belastungen Sie erleben, welche Veränderungen Sie sich wünschen und ob eine Gruppentherapie grundsätzlich zu Ihrer aktuellen Situation passt.


Anschließend besprechen wir gemeinsam, welches Gruppenangebot Ihre therapeutischen Ziele am besten unterstützen kann.

Unsicherheit vor einer Gruppentherapie ist vollkommen verständlich. Viele Menschen fragen sich zunächst, ob sie vor anderen über persönliche Themen sprechen können oder wie sie von der Gruppe aufgenommen werden. Sie müssen sich nicht sofort vollständig öffnen.


Wichtig ist die Bereitschaft, sich in Ihrem eigenen Tempo auf den gemeinsamen Prozess einzulassen. Auch anfängliche Unsicherheit kann innerhalb der Gruppe zu einem wertvollen therapeutischen Thema werden.

Ein vertrauensvoller und geschützter Rahmen ist eine wesentliche Voraussetzung für die Gruppentherapie. Zu Beginn werden deshalb verbindliche Gruppenregeln besprochen. Dazu gehört, dass persönliche Informationen und Erfahrungen anderer Teilnehmender nicht außerhalb der Gruppe weitererzählt werden.


Ein respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander wird während des gesamten Gruppenprozesses gemeinsam sichergestellt.

Eine feste Gruppe schafft Sicherheit und ermöglicht es den Teilnehmenden, schrittweise Vertrauen zueinander aufzubauen. Wiederkehrende Begegnungen machen Entwicklungen sichtbar und erlauben es, Rückmeldungen und neue Verhaltensweisen über mehrere Termine hinweg zu erproben.


Deshalb beginnen alle Teilnehmenden gemeinsam und durchlaufen die zehn Termine als feste Gruppe.

Sie entscheiden grundsätzlich selbst, was Sie zu welchem Zeitpunkt mit der Gruppe teilen möchten. Niemand soll dazu gedrängt werden, persönliche Erfahrungen offenzulegen. Gleichzeitig kann gemeinsam betrachtet werden, was das Sprechen über bestimmte Themen erschwert.


Auf diese Weise können auch Zurückhaltung, Unsicherheit oder die Angst vor Bewertungen behutsam in den therapeutischen Prozess einbezogen werden.

Im Rahmen meiner Promotion habe ich eine Gruppentherapie für Menschen entwickelt und wissenschaftlich evaluiert, die sich einsam fühlen. Dabei entstand auch meine besondere Begeisterung für die Gruppenpsychotherapie.


In meiner therapeutischen Arbeit erlebe ich immer wieder, wie entlastend die Begegnung mit Menschen sein kann, die ähnliche Schwierigkeiten kennen. Die Erfahrung, mit dem eigenen Erleben nicht allein zu sein, kann eine wichtige Grundlage für Veränderung bilden.

Die Abrechnung erfolgt auf Grundlage der Gebührenordnung für Psychotherapeuten. Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen übernehmen die Kosten einer psychotherapeutischen Behandlung abhängig vom jeweiligen Tarif ganz oder teilweise.


Selbstzahlende können die Gruppentherapie ebenfalls in Anspruch nehmen.


Eine Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen ist in meiner Praxis nicht möglich.


Die individuellen Rahmenbedingungen besprechen wir vor Beginn der Behandlung.