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Ängste & Zwänge

Psychologische Psychotherapie in München

Ängste und Zwänge gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Während Angststörungen durch übermäßige oder anhaltende Angst gekennzeichnet sind, stehen bei Zwangsstörungen wiederkehrende Gedanken oder Handlungen im Vordergrund, die als belastend erlebt werden. Häufig treten körperliche Symptome wie Herzklopfen, Schweißausbrüche, Muskelanspannung oder Schlafstörungen auf.

Für Betroffene fühlt sich die Erkrankung oft unkontrollierbar an. Obwohl die Angst oder die Zwänge häufig als übertrieben erkannt werden, lassen sie sich nur schwer beeinflussen. Viele Betroffene erleben den Eindruck, in einem belastenden Kreislauf aus Sorgen, Vermeidung oder ritualisierten Handlungen gefangen zu sein.

Ein zentraler Bestandteil der Behandlung von Ängsten und Zwängen ist die schrittweise Konfrontation. Betroffene erleben dabei, dass die befürchteten Folgen nicht eintreten und die Angst mit der Zeit nachlässt. Der therapeutische Grundsatz lautet: Der Weg aus der Angst führt durch die Angst.


Panikattacken

Panikattacken sind plötzlich einsetzende Episoden intensiver Angst, die meist innerhalb weniger Minuten ihren Höhepunkt erreichen. Sie gehen häufig mit starken körperlichen Beschwerden einher, obwohl keine akute körperliche Gefahr besteht.

Typische Symptome sind Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Zittern oder das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Viele Betroffene befürchten während einer Attacke einen Herzinfarkt oder das Ersticken. Aus Angst vor weiteren Attacken werden bestimmte Orte oder Situationen häufig gemieden.


Phobien

Phobien sind Angststörungen, bei denen die Angst auf bestimmte Objekte oder Situationen gerichtet ist. Dazu gehören beispielsweise Höhen, enge Räume, Spritzen oder soziale Situationen. Bereits der Gedanke an den Auslöser kann starke Angst hervorrufen.

Betroffene vermeiden häufig die angstauslösenden Situationen oder halten sie nur unter erheblicher Anspannung aus. Objektiv besteht oft keine oder nur eine geringe Gefahr, subjektiv wird die Situation jedoch als bedrohlich erlebt. Die Vermeidung kann den Alltag zunehmend einschränken.


Generalisierte Angststörung

Die Generalisierte Angststörung ist durch anhaltende und übermäßige Sorgen gekennzeichnet, die sich auf verschiedene Lebensbereiche beziehen. Die Sorgen betreffen beispielsweise Gesundheit, Familie, Beruf oder alltägliche Ereignisse und lassen sich nur schwer kontrollieren.

Betroffene rechnen häufig mit negativen Entwicklungen, auch wenn es dafür keine konkreten Hinweise gibt. Innere Unruhe, Muskelverspannungen, Konzentrationsprobleme oder Schlafstörungen begleiten die Sorgen oft über Monate hinweg. Viele erleben eine dauerhafte Anspannung und kommen kaum zur Ruhe.


Zwangsstörungen

Die Zwangsstörung ist durch wiederkehrende Zwangsgedanken und / oder Zwangshandlungen gekennzeichnet. Zwangsgedanken drängen sich ungewollt auf und lösen starke Angst oder Anspannung aus. Zwangshandlungen dienen häufig dazu, diese Anspannung kurzfristig zu verringern.

Betroffene kontrollieren beispielsweise wiederholt Türen oder Elektrogeräte, waschen sich übermäßig oft die Hände oder führen feste Rituale aus. Obwohl sie die Gedanken oder Handlungen meist als übertrieben erkennen, fällt es ihnen schwer, darauf zu verzichten. Die Zwänge können viel Zeit in Anspruch nehmen und den Alltag erheblich beeinträchtigen.


Wenn Ängste besonders im Kontakt mit anderen Menschen auftreten, kann das Soziale Kompetenztraining eine hilfreiche Ergänzung sein. Einen besonders persönlichen und geschützten Rahmen für die Behandlung bietet die Einzeltherapie.