Trauerreaktionen
Trauer ist eine natürliche Reaktion auf den Verlust eines nahestehenden Menschen oder eines bedeutsamen Lebensbereichs. Sie verläuft individuell und umfasst häufig Traurigkeit, Sehnsucht, Wut oder innere Leere. Hält die Trauer jedoch über einen langen Zeitraum unverändert an und beeinträchtigt den Alltag erheblich, kann eine Anhaltende Trauerstörung vorliegen.
Viele Betroffene erleben Phasen, in denen Erinnerungen, Weinen oder Rückzug im Vordergrund stehen. Im Gegensatz zu einer gesunden Trauer gelingt es bei einer Anhaltenden Trauerstörung kaum, sich schrittweise an den Verlust anzupassen. Die Sehnsucht nach der verstorbenen Person und die emotionale Belastung bleiben dauerhaft sehr ausgeprägt.
Suizidalität
Suizidalität beschreibt Gedanken, Wünsche oder Absichten, das eigene Leben zu beenden. Sie kann im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen oder schweren Lebenskrisen auftreten und in ihrer Ausprägung sehr unterschiedlich sein.
Betroffene erleben häufig starke Hoffnungslosigkeit, das Gefühl, keine Lösung mehr zu sehen, oder den Eindruck, anderen zur Last zu fallen. Suizidale Gedanken sind nicht zwangsläufig mit einer konkreten Handlungsabsicht verbunden, stellen jedoch immer eine ernst zu nehmende psychische Belastung dar. In der therapeutischen Zusammenarbeit ist ein offener Umgang mit diesem Thema von großer Bedeutung. Gedanken an den Tod oder Suizid sollen immer angesprochen werden.
Länger anhaltende Krisen können mit Erschöpfung, Rückzug oder depressiven Beschwerden einhergehen. Wenn Sie wissen möchten, was Sie nach der ersten Kontaktaufnahme erwartet, finden Sie hier weitere Informationen zum Ablauf einer Psychotherapie.