Aus meiner Forschungsarbeit weiß ich, dass Einsamkeit häufig mit Scham verbunden ist. Dabei ist sie zunächst keine psychische Erkrankung, sondern ein wichtiges Signal für unseren Wunsch nach Nähe, Bindung und Verbundenheit.
Besonders in Übergangsphasen – etwa nach einem Umzug, der Geburt eines Kindes oder dem Eintritt in den Ruhestand – können vertraute Kontakte verloren gehen.
Gelingt es über längere Zeit nicht, neue Verbundenheit herzustellen, kann Einsamkeit chronisch werden und psychische Erkrankungen begünstigen oder verstärken.
Psychotherapie kann dabei helfen, die individuellen Ursachen der Einsamkeit zu verstehen.
Manchmal fehlen vor allem Gelegenheiten für neue Begegnungen. Manchmal fällt es schwer, mit sich selbst in Kontakt zu sein und Beziehungen authentisch und erfüllend zu gestalten.
Gemeinsam können Wege entwickelt werden, wieder mehr Nähe zu sich selbst und zu anderen Menschen zu erleben.